Collegium Masonicum 2004

   Collegium Masonicum der Loge Anker der Eintracht

                   vom 01. bis  03. Oktober 2004

Zum Collegium Masonicum, einen Treffen zum Gedankenaustausch freimaurischer sowie gesellschaftlicher und privater Themen, verabredeten sich 15 Brr. unserer Loge im CVJM-Haus in Hittfeld bei Hamburg.
Am Freitag Nachmittag erfolgte die Anreise und der Bezug der Zimmer. Anschliessend ein Spaziergang und nach dem Abendbrot private Gespräche im Kaminzimmer.
Am Sonnabend, nach Eröffnung der Veranstaltung durch unseren Meister vom Stuhl, begannen die Vorträge. Dauer ca. 10 Minuten mit anschliessender gemeinsamer Diskussion.

1) Der brüderliche Ton in der Loge

 Ein Vortrag aus dem Jahr 1901 über Takt + Höflichkeit sowie Umgang in der Loge den wir auf die heutige Zeit abgeleitet haben.

2) Der Suchende

 Bericht vom Großlogentag über den Umgang mit „Suchenden“ = an der Freimaurerei  interessierten Herren. Diskussion über Veranstaltungen, Clubabende und die Öffentlichkeitsarbeit unserer Loge, sowie die Präsenz der Brüder.

3) Loge zwischen Schein und Sein

 Erzählung + Erfahrungsbericht von süddeutschen Logen und deren Bemühungen um Darstellung der Freimaurerei in der Öffentlichkeit, sowie die anschliessende „Fortbildung“ der Lehrlinge und Gesellen.

4) Die Alten Pflichten

 Bericht aus dem „Grundgesetz“ der Freimaurerei, geschrieben von Ref. Anderson 1723 und überarbeitet 1738. Auf die Punkte I =Von Gott und der Religion und II =Von den obersten  und nachgeordneten staatl. Behörden eingegangen und besprochen.

Nach dem Mittagessen wurde die freie Zeit für Spaziergänge, Waldläufe oder Ruhepausen genutzt. Um 15:30 Uhr starteten wir mit dem Vortrag:

5) Ein Freimaurer ohne Schurz

 Per Definition ein Mann, der nach den Idealen unserer Bruderschaft lebt, aber nicht die Aufnahme in den Freimaurerbund erfahren hat. Nach der Diskussion waren wir uns einig,  diesen Begriff zu verwerfen und nicht mehr zu verwenden, da diesen Männer die Initiation in die Freimaurerei fehlt.

6) Vergeben

 Bericht und Erläuterung zu diesen Begriff und die Abgrenzung zum Verzeihen + Vergessen.

7) Mein Vaterland mein Heimatland

 Was verstehen wir unter Heimat, wo ist sie und wie wird sie gelebt ? Anschliessend eine gute Diskussion über Patriotismus in Deutschland seit 1945.

8) Tradition = Stil und Formen

 Traditionsbildung und abgeleitete Kenntnisse daraus, sowie ihre Beziehungen zu der  Freimaurerei. Verlorene Traditionen und neue kommerzielle Versuche von Traditionsbildungen.

Damit endete die Vortragsreihe am Sonnabend, um 18.30 Uhr versammelten wir unszu einer Logenarbeit im Lehrlingsgrad.
Abendlicher Ausklang bei einen kalten Büfett und netten Gesprächen. Am Sonntag begannen wir mit weiteren Vorträgen:

9) Wissen und Glauben

 Der Kampf der Geschichte zwischen Glauben und Wissen. Die Entstehung von Religionen, Zivilisationen und Wissenschaften und ihre Auswirkungen auf die heutige Zeit.

10) Hoffnung

 = auf Dinge zu warten, die ich gerne hätte. Definitionen zum Thema Hoffnung und ihre Bedeutung für jeden Einzelnen.

11) Der 24-zöllige Maßstab -heute-

 Bedeutung des 24 zölligen Maßstabes für uns Freimaurer. Der Umgang mit der Zeit und unser Verhältnis zur Zeit im täglichen Leben.

An diese Vorträge schloß sich eine Manöverkritik über unser Masonicum an. Nach durchgehend positiver Resonanz und der Berücksichtigung einiger Verbesserungsvorschläge, wurde als neuer Termin das Wochenende vom 21. - 23. Oktober 2005 in Hittfeld gebucht.

Nach einen gemeinsamen Mittagessen traten wir gegen 13:00 Uhr die Rückreise an.

Klaus Fischer

 

Die Ausarbeitungen der Vorträge stehen im Archiv der Loge „Anker der Eintracht“ interessierten Menschen zur Verfügung.
Bitte wenden sie sich an den Sekretär der Loge.