Stavanger 2004

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Reisebericht der Logenreise „Stavanger“ vom 23. -25. April 2004

 

Die diesjährige Logenreise führte die Brüder der Freimaurerloge „Anker der Eintracht“ nach Stavanger / Norwegen. Der Kontakt zur dortigen Loge „St. Svithuis“ wurde über ein ehemaligen Bruder Vegesacker Loge hergestellt, der seit langer Zeit bereits in Stavanger arbeitete und dort Mitglied der ansässigen Loge ist.

Nach einem ruhigen Flug, wo man bei klarsten Wetter bereits die Naturschönheiten Norwegens aus der Luft bewundern konnte, wurden wir am Flughafen nicht nur von unserem Ehrenmitglied unserer Loge herzlich begrüßt, sondern auch von einem norwegischen Bruder, der uns völlig unbekannt war, was sich aber sehr schnell ändern sollte.

Kaum im Hotel angekommen wurden wir bereits von besagtem Bruder, der im übrigen hervorragend deutsch sprach, kreuz und quer durch Stavanger geführt, inklusive einer fangfrischen Probe Krabben und einem für norwegische Verhältnisse preiswertem Restaurantbesuch.

Abends war eine Tempelarbeit mit Aufnahme mit anschließender Tafel angesetzt. Das Ritual wurde auf norwegisch zelebriert, allerdings hatte man für die deutschen Brüder eine Übersetzung des Rituals bereitgestellt. Da sich das Ritual in Teilen erheblich vom bekannten Ritual unterschied, wurde diese Hilfe gerne angenommen. Die Loge „St. Svithuis“ arbeitet nach dem sog. schwedischen System das starke christliche Bezüge aufweist, während die Vegesacker Brüder einer humanitären Richtung angehören. Bei der anschließenden Tafel kam es dann mit Hilfe von deutsch, englisch und unter zu Hilfenahme von Händen und Füßen zu angeregten Kontakten zwischen den Brüdern.

Am nächsten Morgen wurde dann eine Rundreise durch die nähere Umgebung Stavangers unternommen. Dies schloss einige Fjorde sowie Pässe ein. Die nahezu unberührte Natur, nur wenige Kilometer außerhalb der Großstadt Stavangers, lud zum Kraft tanken ein. Ein Mittagessen in einem guten Gasthof mit den obligatorischen Trollen rundete das Ganze ab. Trolle spielen in Norwegen eine große Rolle, hießt es doch die allgegenwärtigen Steinblöcke seien von der Sonne versteinerte Trolle.

Der ortsansässige Logenmeister hatte für den Abend in sein Haus geladen. Dort erwartete die Vegesacker eine Überraschung. Ein original selbst erlegter und zubereiteter Elch erwartete die deutschen Gäste und norwegischen Gastgeber. Dieser schmeckte vorzüglich und der Logenmeister gab einige Jagdanekdoten und allgemeine Tipps im Umgang mit Elchen zum Besten. Der Abend endete sehr spät und viele Adressen wurden ausgetauscht. Man versprach alsbald einen Gegenbesuch und es wurden auch viele persönliche Kontakte geknüpft.

Leider musste am nächsten Morgen bereits der Rückflug angetreten werden, viel zu kurz war der Aufenthalt bei den norwegischen Brüdern. Es wurde jedoch der Grundstein gelegt zu Freundschaften die noch heute per Email gepflegt werden.

Aus Fremden waren von Anfang an Brüder geworden, verbunden durch das Band der Weltbruderkette, ein Symbol weltweiter Freundschaft unter Freimaurern. Die norwegische Loge hofft bereits im Sommer einen Gegenbesuch einplanen zu können. Die Vegesacker Brüder können es kaum erwarten ihren norwegischen Brüdern gute Gastgeber zu sein.